Daniela Wilmes, Wettbewerb um die Moderne. Zur Geschichte des Kunsthandels in Köln nach 1945, Akademie-Verlag, Berlin 2012

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Köln in der Nachkriegszeit: eine faszinierende Welt in der vieles möglich war, vor allem in den Bereichen der Kunst. Es herrschte Aufbruchstimmung, Zeit für die Entwicklung eines facettenreichen Kunsthandel. Die Autorin beschäftigt sich in ihrer Dissertation mit dem Kunsthandel, der sich auf die neue, zeitgenössische Kunst bezieht aber auch die nicht geduldete, „entartete“ Kunst die während der Zeit des Nationalsozialismus nicht öffentlich präsentiert werden durfte, mit ein. Daniela Wilmes gelingt der Brückenschlag zwischen dem Vor und Danach von 1933-1945. Bei dem Buch handelt es sich um weit mehr als um eine bloße Ereignisgeschichte. Es werden auch die Reaktionen auf Ausstellungen in der Öffentlichkeit und im Kölner Kunsthandel aufgegriffen und analysiert. Wer sich mit dem Kunsthandel der Nachkriegszeit auf wissenschaftlicher Eben­e auseinandersetzen will, dem ist dieses Buch sehr zu empfehlen.

Kerstin Decker, Nietzsche und Wagner. Geschichte einer Hassliebe, Ullstein-Buchverlage, Berlin 2012

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Wer die Bücher von Kerstin Decker kennt und schätzt wird auch von diesem Buch begeistert sein. Sie widmet sich einer besonderen Beziehung, die nicht nur die Gegenwart der Protagonisten prägte. Vielmehr ging deren Einfluss weit darüber hinaus und sollte vor allem die Geschichte und Gesellschaft der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bestimmen. Nietzsche und Wagner, beides Exzentriker und von sich selbst überzeugt, so dass es fast an Narzissmus grenzte, beobachteten sich gegenseitig, unter die sich Bewunderung mischte. Die Autorin hat bereits in ihrer Biographie über Lou Andreas-Salomé bewiesen wie gut sie sich in ihre Hauptfigur einfühlen kann. Und das merkt auch der Leser. Bereits bei Andreas-Salomé finden sich erste Bezüge zu Nietzsche. Decker schafft es wieder ein Mal, ein spannendes Buch vorzulegen und lässt dem Leser an ihrem fundierten Wissen teilhaben.

Dirk Syndram, Das Schloss zu Dresden. Von der Residenz zum Museum, Seemann-Verlag, Leipzig 2012

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Der Leiter des Grünen Gewölbes in Dresden legt in seinem Buch die Geschichte des Dresdner Residenzschlosses vor. Nach der Neueröffnung des Hauses vor einigen Jahren, war es ein guter Anlass, das Haus und seine derzeitigen Sammlungsbestände vorzustellen. Kern und größter Publikumsmagnet ist sicher nach wie vor das Grüne Gewölbe, ergänzt von dem Kupferstichkabinett, dem Münzkabinett, dem Historischen Grünen Gewölbe und der Türckischen Camer. Dirk Syndram blickt aber auch zurück. Es werden sowohl die Anfänge des Schlosses, die bis ins 13. Jahrhundert zurückreichen als auch die Geschichte nach 1945 behandelt. Sehr angenehm ist, dass die Zeit der DDR nicht mehr explizit in einem separaten Kapitel vorgestellt wird. Die zahlreichen Abbildungen ergänzen das Buch sinnvoll ebenso wie die Einbindung den Schlosses in den Schlossbezirk. Mit der hochwertigen Ausstattung empfiehlt sich das Buch als Geschenk – auch für sich selbst.

Duncan Hooson/Anthony Quinn, Handbuch Keramik. Die Techniken des Töpferns, Haupt-Verlag, Bern 2012

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Fast jeder hat schon Mal mit Ton gearbeitet: ein scheinbar einfaches Material, welches sich jedoch, wenn man sich tiefgreifender damit beschäftigt immer komplexer wird. Je mehr man sich damit auseinandergesetzt, desto faszinierender wird das Material. Dieser Band lässt keine Wünsche offen. Die Kapitel sind übersichtlich gestaltet, leicht verständlich geschrieben und so für jeden nachvollziehbar. Vom Rohmaterial bis zur Fertigstellung werden alle Techniken detailliert vorgestellt: Brand, Glasuren und Dekorbrände. Neue computerbasierte Techniken für die Model­herstellung sind ebenso berücksichtigt wie Werbemaßnahmen und Vermarktung. Derjenige, der sich mit dem Töpfern intensiv auseinandersetzen möchte, ist mit diesem Buch sehr gut beraten.

Clare Youngs, Neues aus alten Büchern, Haupt-Verlag, Bern 2013

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Was tun, wenn Bücher ausgedient haben, irgendwo verstauben, aber doch nicht weggeworfen werden sollen? Clare Youngs zeigt neue Wege auf, die einen ungewöhnlichen, innovativen und dekorativen Weg aufzeigen, alten Bücher eine andere Präsenz zu verleihen. Für jeden ist etwas dabei. Der Bogen spannt sich von klassischen Ideen wie Karten und Notizbücher über Papierskulpturen bis hin zu Ideen für Kinder. Eingebundene Vorlagen sowie vorgestellte Techniken und Materialien machen es auch für Anfänger leicht, sich mit dem Werkstoff Papier zu beschäftigen. Die Projekte können allein, als Familienprojekt, aber auch als Teil von zum Beispiel Kindergeburtstagen umgesetzt werden. Insgesamt eine sehr schöne Idee in einem ansprechenden Design, das Lust auf mehr macht.

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