Alberto Melloni (Hrsg.), Martin Luther. Ein Christ zwischen Reformen und Moderne (1517-2017), Band I-III, De Gruyter-Verlag, Berlin 2017.

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In den drei Bänden werden Leben und Wirken Martin Luthers in all seiner gesamten Komplexität betrachtet. Der enzyklopädischer Charakter, macht das Werk zu einem Standard und unentbehrlichen Nachschlagewerk für den Nutzer. Renomierte Kenner Luthers und seines Nachwirken weltweit kommen hier in Aufsätzen zu Wort. Sie greifen die vielseitigen Aspekte seines Wirkens in den verschiedenen wissenschaftlichen Fächern auf. Die Bände sind zunächst historisch chronologisch aufgebaut. In Einführungen gehen die Autoren grundlegende Fragestellungen nach wie die Einflüsse auf Luthers Denken zum Aberglauben, Begriffsklärungen der Reformation und Gegenreformation nach, Reaktionen der katholischen Seite im Konzil von Trient. Dem Leben Luthers und seinem theologischen Werk wird sich gewidmet ebenso dessen Verhältnis zu anderen Reformatoren. Der zweite Band entfaltet ein Panorama der Folgen Luthers Erben, die sich auch in der Philosophie, in der bildenden Kunst, in gesellschaftlichen Debatten oder auch in der Theologie zeigen. Dabei wird auch die Frage nach der Ökumene diskutiert. Der letzte Band befasst sich mit den Auswirkungen weltweit, die Luthers großen Einfluss verdeutlichen: sei es in Indien, in Afrika, in Amerika oder Lateinamerika. Die Autoren geben dem Leser einen fundierten und gut lesbaren Überblick über den internationalen Forschungsstand zu Luther und deren Auswirkungen. Für jeden, der sich noch intensiver mit der Person Luthers, seinem Werk und Folgen beschäftigen möchte, gehören diese Bände ins Bücherregal.

Jürgen Schefzyk, Eberhard Zwink, Luthers Meisterwerk, Luthers Meisterwerk - Ein Buch wie eine Naturgewalt, NA-Verlag, Mainz 2015

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Das Bibelhaus in Frankfurt am Main widmet sich zum Jubiläum der Reformation dem Buch der Bücher: die Bibel und ihre Übersetzungen. Martin Luther hat mit seiner Übersetzung zweifellos Maßstäbe gesetzt, die bis heute nachwirken. Der Katalog konzentriert sich auf die frühen Ausgaben der Bibelübersetzung, denn Luther war nicht allein in seinem Bestreben die Bibel für jeden zugänglich zu machen. Wie groß die Konkurrenz war zeichnen die Ausstellungsmacher anschaulich nach. Die gezeigten Beispiele einer schwedischen Königin oder auch in den Kommentaren eines Erasmus von Rotterdam, dokumentieren die enorme Tragweite dieser Leistung.

Volker Sellin, European Monarchies from 1814 to 1906. A century of restoration, De Gruyter Verlag, Berlin 2017

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Der Autor ist auf dem Gebiet des 19. Jahrhunderts kein Unbekannter. Hier beschäftigt er sich mit der Entwicklung von Monarchien in ihren besonderen Ausprägungen. Eingebunden in den europäischen Kontext zeigt Sellin, dass die Zeit der Restauration nicht so einfach zu pauschalisieren ist. Die vielen länderspezifischen Gegebenheiten in Frankreich, Polen, Deutschland, Spanien, Italien und Russland umspannen ein Europa, das nach der napoleonischen Zeit dabei war, sich neu zu finden. Die gewählte englische Sprache verdeutlicht den Anspruch auch in eine außerdeutschen Debatte einzusteigen und ist in einem gemeinsamen Europa sicher wünschenswert. Sellin folgt den seit 1789 mit der französischen Revolution eingeleiteten und durch Napoleon fortgesetzten europäischen Veränderungen. Er bringt die verschiedenen Konzepte der Staaten, um der Revolution zu begegnen in prägnanter Weise zur Geltung. Die spärliche Literaturlage zu diesem Thema, deren Folgen bis heute spürbar sind, machen das Buch unentbehrlich und schließen eine Forschungslücke.

Klaus Stefan Freyberger, Christian Zitzi, Im Labyrinth des Kolosseums. Das größte Amphitheater der Welt auf dem Prüfstand, Mainz 2016.

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Das Kolosseum in Rom ist nicht nur eines der beliebtesten Sehenswürdigkeiten in Rom. Seine Geschichte macht dieses Bauwerk zu einem besonderen Ort, in dem auch heute noch Neues entdeckt werden kann. Die Autoren hinterfragen den bisherigen Wissensstand und gelangen zu erstaunlichen Ergebnissen. Unter Einbeziehung neuer archäologischer Funde und wissenschaftlicher Ergebnisse schreiben sie die Geschichte des Kolosseums neu, erweitern sie und rücken die Geschichte zurecht. Die Autoren gehen der Baugeschichte detailliert in Bauphasen auf den Grund und vergleichen diese mit anderen Amphitheatern. Sie gelangen zu der Erkenntnis, dass das Kolosseum nicht nur prägend für andere Bauten war sondern es auch keineswegs wie bisher angenommen das Einzige in Rom. Es ist ein Buch für alle, die sich für römische Architektur begeistern.

Heinz Reif, Adel, Aristokratie, Elite. Sozialgeschichte von oben. Elitenwandel in der Moderne, De Gruyter Verlag, Berlin 2016

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Der etablierte und hervorragende Kenner der Geschichte des Adels versammelt in diesem Band Aufsätze, die sich mit den vielfältigen Aspekten der Adelsforschung auseinandersetzen. Er wählte Beiträge aus seiner langen Karriere aus, die auch heute nicht so leicht zu finden sind oder ganz spezielle Themen betreffen. Der lang vermisste Blick der Geschichtswissenschaft, die sich auch Veränderungsprozessen bei den Eliten widmet wie dem Adel wird durch Reif um wichtige und grundlegende Forschungen erweitert und hier präsentiert. Die Moderne wird hier sinnvoll bis ins 18. Jahrhundert zurückgesetzt und bezieht neben Westfalen und die das rheinische Preußen Gebiete ein, die stellvertretend für andere gelten können. Innerfamiliäre Strukturen und Veränderungen greift der Autor ebenso auf wie die Revolution 1848, Metropolenbildung und Antisemitismus. Schließlich diskutiert er Begriffe wie Junker und Adel sowie Stände und Klassengesellschaft und die Frage, wo sich der Adel dort verortet.
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